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Lili - Heft 131



Thema: Einfache Sprache

Herausgeber dieses Heftes:
Rita Franceschini und Wolfgang Klein





Inhalt

Rita Franceschini und Wolfgang Klein
Einleitung - Introduction

Dieter Wunderlich
Über die Notwendigkeit, Sprachwissenschaft zu betreiben
About the Necessity of doing Linguistics

Wolfgang Klein
Warum braucht man eigentlich Flexionsmorphologie?
What is Inflectional Morphology good for?

Rainer Dietrich
Inwiefern kann eine Sprache einfach sein?
What does it mean for a Language to be Simple?

Katrin Mutz und Gudrun Ziegler
‘C'est canard’ – ‘C'est un vert’. Der Artikelgebrauch im frühen gesteuerten Erwerb des Französischen
‘C'est canard’ – ‘C'est un vert’. Article Usage in the Early Tutored Acquisition of French

Henning Lobin
Komplexität und Einfachheit in der Evolution von Dokumentgrammatiken
Complexity and Simplicity in the Evolution of Document Grammars

 

Labor

Magdalena Frank, Aufbau-Verlag Berlin
Stellungnahme zu P.I. Anderson in LiLi 130

Klaus-Peter Möller
Lou zwischen Melusine und Schmargendorf. Abgenötigter Versuch gegen die piatätslosen Interpretatoren
Lou between Melusine and Schmargendorf. A Necessitated Essay Against Irreverent/Pialess Interpretors

Holger-Falk Trübenbach
Imitatio Christi oder Apotheose des Ich? Die "Hymnen an die Nacht" im Lichte bildlicher Quellen aus der Antike und der Renaissance
Imitatio Christi or Apotheosis of the Self. The "Hymnen an die Nacht" in the Light of pictorial Sources of the Ancient World and the Renaissance

Sandro Jung
‘Silence’ in Early Eighteenth-Century Poetry: Finch, Akenside, Collins
’Stille’ in englischer Lyrik des frühen 18. Jahrhunderts: Finch, Akenside, Collins (Titelübers. GR)

Samuel Dean
Fürwitz: Curiosity or a Passion for Fashion?






Rita Franceschini und Wolfgang Klein

Einleitung

Warum umständlich in einer Zeile
ausdrücken, was man bequem auf
hundert Seiten sagen kann?

Karl Kraus

 

Mit dem Begriff der Einfachheit verhält es sich ein wenig wie mit dem Begriff der Zeit, zu dem der Heilige Augustinus in einer viel zitierten Stelle bemerkt: ‘Quid ergo est tempus? Si nemo ex me quaeret, scio; si quaerenti explicare velim, nescio.’ Wir haben eine klare Vorstellung, dass Domino einfacher ist als Schach, der Flohwalzer einfacher als die Grande Valse brillante op. 34,3 von Chopin, eine Badehose einfacher als eine Abendrobe. Ebenso haben wir eine klare Vorstellung, dass das Pantoffeltierchen einfacher ist als ein Regenwurm, dieser einfacher als der Nacktmull, dieser einfacher als ein Zebra, dieses einfacher als der Mensch; bei letzterem Vergleich mag man eine Sekunde ins Stocken kommen, aber ein Hinweis auf die Komplexität des Gehirns bringt schnell die Entscheidung. Wir haben die Vorstellung, dass die Sprache Thomas Manns weniger einfach ist als Konsaliks oder Höbers (des meistgelesenen deutschen Autors überhaupt), die Prousts weniger einfach als die Simenons, die Joyces einfacher als die Bunyons. Wir haben die Vorstellung, dass Donald Duck leichter zu verstehen ist als Sein und Zeit’ dieses wiederum einfacher als die Bananenimportverordnung der EU. Und schließlich haben die meisten Franzosen, die dies beides je versucht haben, eine klare Vorstellung, dass Englisch leichter zu lernen ist als Deutsch. Heißt dies, dass Englisch einfacher ist als Deutsch?

Ein durchgängiges Moment bei der Vorstellung dessen, was man als einfach und weniger einfach ansieht, ist die Menge der Bestandteile und der Beziehungen, die zwischen ihnen bestehen. Der Flohwalzer hat nicht so viele Noten, die Badehose nicht soviel Stoff, das Pantoffeltierchen nicht so viele Zellen; Bunyon hat weniger Wörter als Joyce, Englisch weniger Pluralmarkierungen als Deutsch. Aber dies kann nicht das einzige Kriterium sein. Die Schwierigkeit, Heidegger zu verstehen, liegt nicht in quantifizierbarer Komplexität. Einfach oder weniger einfach ist etwas nicht allein aufgrund seiner Struktur, sondern auch im Hinblick auf bestimmte Handlungen, die man damit vollführt: etwas ist einfacher zu spielen, einfacher zu lernen, einfacher zu lesen, einfacher zu verstehen als etwas anderes. Das drückt sich auch in den jeweiligen Gegensätzen aus: ‚einfach – schwierig’ bezieht sich auf Handlungen, ‚einfach – komplex’ bezieht sich auf Strukturen. Beides steht oft im Zusammenhang, aber dieser Zusammenhang ist kein notwendiger.

Die Einfachheit, um die es in diesem Heft geht, ist die von sprachlichen Systemen. Alle natürlichen Sprachen - Deutsch, Englisch, Latein, Inuktitut, Chinesisch, und fünf- oder sechstausend weitere - sind außerordentlich kompliziert. Sie sind komplex im Aufbau, sie sind schwierig zu lernen: Ein Kind braucht gut und gerne zehn Jahre, um sie perfekt - das heißt so, wie man sie in der sozialen Umwelt spricht - zu beherrschen, ein Erwachsener schafft das im allgemeinen überhaupt nicht. Aber die Komplexität ist nicht gleich: sie ändert sich im Laufe der Entwicklung innerhalb einer Sprache, und der klare Augenschein spricht dafür, dass manche Sprachen einfacher sind als andere.

Es ist nun freilich so, dass man Einfachheitsbetrachtungen, sei es in der Diachronie, sei es im Sprachvergleich, oft nicht auf die jeweiligen Systeme in ihrer Gesamtheit beziehen kann, sondern nur auf bestimmte Teile. So mag beispielsweise die Flexionsmorphologie einfacher werden oder einfacher sein, anderes, beispielsweise die Phonologie oder die Syntax, dafür komplexer. Manche Linguisten ziehen, meist eher stillschweigend denn ausdrücklich, auch den Schluß, daß Aussagen über die Einfachheit von Sprachen nicht sinnvoll sind: Einfachheit in einem Bereich wird durch Komplexität in einem anderen erkauft. Sehr überzeugend ist diese ‘Kompensationsannahme’ allerdings nicht: das Englische hat, anders als das Deutsche, die Genusunterscheidung bis auf kleine Restbestände abgebaut; es ist aber nicht zu sehen, wieso dies durch eine Komplexität in einem anderen Bereich erkauft worden ist. Das Englische ist in den letzten Jahrhunderten eigentlich an keiner Stelle strukturell komplexer geworden; lediglich sein Wortschatz hat sich gewaltig entfaltet; aber das gilt ebenso für das Deutsche, und diese Zunahme kann man schwerlich als Ausgleich für die verlorene Genusunterscheidung sehen.

Dies führt uns auf einen zweiten wesentlichen Punkt: Der Grad der Einfachheit lässt sich immer nur relativ zu einer bestimmten Leistung, einer bestimmten Funktion bestimmen, die als tertium comparationis dient. Etwas verkürzt gesagt - mit wie wenig formalen Unterscheidungen kann man welche Funktion ausdrücken? Viele Ausdruckssysteme, die in der Linguistik unter dem Etikett ‘einfache Sprachen’ gehen - Lernersprachen, Pidgins und Creoles, ‘foreigner talk’ (‘Du gehen Rathaus’), ‘motherese’ (die vereinfachte Sprache, die man oft Kleinkindern gegenüber verwendet), Telegrammsprache - sind eigentlich Vereinfachungen komplexerer Systeme zu bestimmten Zwecken. Die Frage ist, inwieweit solche Vereinfachungen die Funktionalität ihrer ‘Muttersysteme’ wahren. Man kann diese Frage etwas drastisch stellen: Was würde das Deutsche an Ausdrucksreichtum verlieren, wenn man nicht nur die Genusmarkierung, sondern die gesamte Flexion aufgäbe? Das Ergebnis wäre zunächst einmal eine strukturell einfachere Sprache, wie das Chinesische, das keine Flexion kennt. Es ist aber klar, dass dann zunächst bestimmte Funktionen wie Tempus, Modus, Numerus, nicht mehr ausgedrückt werden können - jedenfalls nicht in der tradierten Weise: Die Vereinfachung wird durch einen funktionalen Verlust erkauft, und wenn man diese Funktionen wahren will, muss anderweitig Abhilfe geschaffen werden. Nun ist allerdings keineswegs gesagt, dass diese funktionale Kompensation zu vergleichbar großer Komplexität an anderer Stelle führen muss. Man könnte sich ja denken, dass man die Mehrzahl im Deutschen einfach durch eine optional zu setzende Partikel, sagen wir ‘ma’, ausdrückt anstatt durch das zwänglerische System der Pluralmarkierung deutscher Nomina, Artikel und Adjektive. Der Effekt wäre derselbe, er würde aber auf einfachere Weise erreicht.

Solche Überlegungen kann man nicht nur für die Flexion anstellen: Im Französischen steht ein direktes Objekt nach dem Verb, wenn es lexikalisch ist, und vor dem Verb, wenn es pronominal ist: Je connais Marie, je la connais. Hier bietet sich dem schlichten Verstand eine gewisse Vereinfachung an: es ist nicht erkennbar, was an Funktionalität verloren ginge, wenn man das Objekt einheitlich vor oder hinter das Verb stellen würde, auch wenn das manchen tradierten Vorstellungen von clarté zuwiderlaufen mag.

Man wird annehmen dürfen, dass die ersten sprachlichen Systeme, die unsere Urahnen entwickelt haben, sowohl in der Lexik wie in der Grammatik sehr einfach waren; in beiderlei Hinsicht sind sie im Laufe der Zeit ausgebaut und damit komplexer geworden. Dies hat die Ausdrucksmöglichkeiten erhöht. Zugleich aber beobachten wir in historischer Zeit auch Gegenbewegungen: Die meisten Sprachen, die über einen langen Zeitraum dokumentiert sind, sind zumindest in der Morphologie einfacher geworden. Dies ist nicht so seltsam, wie es zunächst scheinen mag: Wir wissen, dass auch der größte Teil der genetischen Information ‘junk’ ist, Müll der Entwicklung, der nicht weiter funktional ist, aber mitgeschleppt wird. In einem ähnlichen Sinne mag ein Teil der strukturellen Komplexität, der sich in den uns bekannten Sprachen zeigt, keinen großen funktionalen Wert (mehr) haben: Formen können zu Zulieferer von Varianten werden – manchmal sehr gelehrten und seltenen –, die jedoch getreulich von Geschlecht zu Geschlecht weitergegeben werden.

Sprachen könnten einfacher sein; sie könnten auch einfacher sein, ohne an Funktionalität zu verlieren. Dies gilt für die natürlichen Sprachen, so wie sie sich in der Geschichte der Menschheit entwickelt haben, es gilt auch für künstliche Sprachen, so wie wir sie seit wesentlich kürzerer Zeit bewusst entwickelt haben. Die fünf Beiträge dieses Heftes thematisieren diese Fragen in unterschiedlicher Weise. In dreien steht der Spracherwerb - der ja einfach anfängt und sich der vollen Komplexität der jeweiligen Zielsprache erst allmählich annähert - im Mittelpunkt; bei Wolfgang Klein und bei Rainer Dietrich geht es dabei um die Frage, welche Schlussfolgerungen man aus den Eigenschaften von ‘Lernervarietäten’, wie sie regelhaft im ungesteuerten Zweitspracherwerb Erwachsener auftreten, ziehen soll; in dem Aufsatz von Katrin Mutz und Gudrun Ziegler wird eine Erscheinung aus dem schulischen Zweitspracherwerb betrachtet, nämlich Vereinfachungen in der Verwendung des Artikels - also einer Konstruktion, die manche Sprachen gar nicht haben, manche in einfacher Form, manche in sehr komplexer. Dieter Wunderlich betrachtet den Ab- und Aufbau der Morphologie im weiteren Zusammenhang der Aufgaben, die sich dem Sprachwissenschaftler in einer Zeit stellen, in der viele besonders komplexe Sprachen vom Aussterben bedroht sind. In dem Beitrag von Henning Lobin geht es schließlich um die Entwicklung von formalen Sprachen, genauer gesagt um Dokumentgrammatiken, in denen Komplexität und Funktionalität in einem sehr viel durchsichtigeren Verhältnis stehen als in den natürlichen Sprachen, mit denen wir groß geworden sind.


Summaries



Dieter Wunderlich

About the necessity of doing linguistics



The language capacity is fundamental to human nature, and the comparative study of its many manifestations – quite a few of them now rapidly disappearing – can tell us something about who we are. Such a study should try to encompass the full range of structural variation across languages. Why, for example, do we have a split between two devices to form complex expressions from simpler ones, i.e., morphology and syntax, how did this split evolve, and what are the structural and functional advantages of these two devices? If we want to understand this and similar questions, and thus the nature of the human language capacity, the investigation of dying languages with their often very rich morphological systems is of primary concern.






Wolfgang Klein

What is inflectional morphology good for?

In the tradition of Western linguistics, inflectional morphology is generally seen as a core part of grammar, and its continuous loss in those languages, for which we have long-term records, has typically been seen as a sign of decay rather than of useful simplification. We know of a number of cases, in which new morphology has been built up (such as the synthetic future in Romance languages), but this seems to be the exception rather than the rule. On the other hand, no one would assume that the very first human languages already exhibited rich inflectional systems: they must have formed in a complex historical development. In second language acquisition outside the classroom, learners regularly develop a form of language, called the ‘Basic Variety’, which is communicatively very efficient but has no functional variation in the form of verbs or nouns. What do its speakers gain, when they develop morphological means for case marking or for the expression of tense and aspect? This question is examined in this paper.






Rainer Dietrich

In what respect can a language be simple?

Languages can be simple in at least three respects. One natural language can be simpler than another one in terms of its structural properties given a certain domain or function as, for instance, the system of personal pronouns or the paradigms of nominal case inflection. In this sense, the Chinese system of temporal reference is simpler than that of German and all other Indo-European languages. Second, a given subject-matter can be described by more or less simple, i.e. understandable linguistic means. Finally, there are simple codes, simplified varieties within a given natural language as, for instance, the telegram style, foreigner talk, and the language of the weather forecast. In simple codes-communication, the balance between the information that is verbally coded and the information that the interlocutor can retrieve from contextual knowledge is significantly shifted towards the latter. Elementary learner languages, the language acquired by people under conditions of everyday communication within the target society, constitute a typical class of simple codes.

Detailed analyses of learner languages "at work" prove that even elementary learner varieties are regularly structured and show how they make use of the possibility of shifting the balance between the information sources.






Katharina Mutz/ G. Ziegler 

‘C'est canard’ – ‘C'est un vert’. Article Usage in the Early Tutored Acquisition of French

At an early stage of instructed foreign language learning (French), young learners develop a simplest language which reflects similarities with adult learner varieties, Creole systems and strategies of (first) language acquisition. Due to the fact that their L1 (German) has still to be extended, especially in terms of the written variety, learners interact in an environment with specific language use. Considering young learners language production, examples of article use in instructed interaction were investigated.






Henning Lobin

Complexity and Simplicity in the Evolution of Document Grammars

"The paper investigates the evolution of document grammars from a linguistic point of view. Document grammars have been developed in the past decades in order to formalize knowledge on the structure of textual information. A well-known instance of a document grammar is the "Document Type Definition" (DTD) as part of the Extensible Markup Language (XML). DTDs allow to define so-called tree grammars that constraint the application of tag-sets in the process of annotation of a document. In an XML-based document workflow, DTDs play a crucial role for validation and transforming huge amounts of texts in standardized data formats. An interesting point in the devolpment of XML DTDs is the fact that the restriction of the formal expressiveness paved the way to understand the formal properties of document grammars better and to develop more powerful version like XML Schema recently. In this sense, the simplicity of the original approach, resulting from the necessary restriction of previous approaches, yielded new complexity on formally understood grounds."



Labor

Holger-Falk Trübenbach

Imitatio Christi or Apotheosis of the Self. The "Hymnen an die Nacht" in the Light of Pictorial Sources of the Ancient World and the Renaissance

The third of the "Hymnen an die Nacht" is interpreted in a new way as the textual rendering of the resurrection of Christ instead of following the usual interpretation as a document of mourning. To support this interpretation pictorial sources of the ancient world, such as are shown on greek lecyths, and of the Renaissance, such as Durers engravings, are used. Against the background of the project of a new religion of the Frühromantik and in the context of the "Hymnen an die Nacht" the third hymn shows Hardenberg's confession to a religion of life, not to death.






Sandro Jung

‘Silence’ in Early Eighteenth-Century Poetry: Finch, Akenside, Collins

The exclusive notion of Romantic ‘silence’ has been questioned in the course of a more profound study of early eighteenth-century poetry. The interrelation between silence and the poetic genre of the eighteenth-century night-piece is most prominent in the works of Anne Finch, Mark Akenside, and William Collins. Yet, each of these poets uses a different technique to create (verbal) silence and to create landscapes as well as moodscapes that return and reflect lyrical subjectivity by means of devices such as personification, allegory and onomatopoeia. These night-pieces, while they promote a type of synaesthetic apprehension of the dark landscape, are, generally, anti-pictorial, private, and evocative rather than visually descriptive. It is the objective of the present essay to focus on the subtle techniques that the poets under discussion use to create silence. Also, it will be examined in how far the poets draw on the tradition of the night- or evening piece to compose a scene that is void of any human sound but which offers a blank for other sound devices to be heard.






Samuel Dean

Fürwitz: Neugierde oder Begierde nach neuer Mode?

“Der Fürwitz”, ein wenig bekanntes Fastnachtspiel von Hans Sachs, entwickelt eine überraschende aber logische Verbindung zwischen den Begriffen von Neugierde und Mode. Bei oberflächlicher Betrachtung erscheint es als einfaches didaktisches Werk, als eine abgedroschene frühmoderne Lasterdarstellung, aber was ist mit dem Titel? Jedes Wörterbuch behauptet, daß “Fürwitz” Neugierde sei, aber was hat das mit den Lastern in diesem Text zu tun? Warum reizt der Geist der Wißbegier den Jungen an, seine Garderobe ständig zu verändern, damit er jeden Tag etwas neues trägt? Das Spiel spricht von dem inneren Trieb, der Eva drang, die verbotene Frucht zu kosten, aber warum lockt genau dieser Trieb den Jungen an, in Silberbergbau zu investieren, ein modisches Heilmittel zu versuchen oder sein Haus mit italienischem Modebau zu zieren? Dieser Artikel benutzt eine soziologische Wortuntersuchung um vorzulegen, daß die Neugierde und die Begierde nach der neuen Mode als zwei Ausdrücke des gleichen Triebs angesehen werden können.